Ein Dock, zwei Modi
Eine einzige Geste sollte ausreichen, um zwischen Sprechen und Schreiben zu wählen. Wir hatten einen Knopf, der seine Form änderte, und eine Wischbewegung, die man erraten musste; wir haben sie durch zwei kleine, durch einen Lichtfaden verbundene Knoten ersetzt.
Ein Knopf, der sich verwandelte, eine Geste, die man erraten musste
Der Übergang zwischen Sprach- und Textmodus basierte bisher auf einer Leiste, die sich von einem Zustand in den anderen morphte, ergänzt durch eine horizontale Wischbewegung zum Umschalten. Auf dem Papier passte das in einen Satz. In der Hand war es weniger klar: eine Geste, die man kennen musste, um sie absichtlich auszulösen, und die sich auch versehentlich zum falschen Zeitpunkt auslösen konnte: ein Daumen, der beim Halten des Telefons abrutschte, reichte manchmal aus, um den Bildschirm unbeabsichtigt umzuschalten. Es war schwierig, einem Knopf zu vertrauen, der nicht zweimal hintereinander gleich aussah, und einer Geste, die sich manchmal von selbst auslöste.
Zwei Knoten, ein einziger Faden
Wir haben alles mit einem Dock neu gestaltet: ein großer Knoten für das Mikrofon und daneben ein kleiner „Aa“-Satellit, verbunden durch eine dünne synaptische Linie, auf der ein Lichtpunkt unaufhörlich von einem Knoten zum anderen wandert. Berühre den Satelliten, und die Tastatur öffnet sich. Es ist kein Knopf mehr, der seine Identität ändert, es sind zwei ständig sichtbare Ziele, und der Lichtweg zwischen ihnen erinnert diskret daran, dass die beiden nur ein und dasselbe Gespräch sind, nur in einer anderen Sprache. Dieses Dock ist heute das Tor zu jeder Sprach- oder Textinteraktion mit XNeuronal.
Der Rückweg, immer sichtbar
Im Textmodus nimmt die Tastatur den Bildschirm ein und das Dock verschwindet mit ihr: Es musste also ein ebenso offensichtlicher Rückweg her. Ein kleiner Mikrofon-Knopf, allein, befindet sich direkt über der Tastatur, begleitet von einer diskreten Beschriftung: „tippe zum Sprechen“. Ein Tipp darauf, und du bist zurück im Sprachmodus. Wir haben die zuvor existierende Textanzeige, die diesen Rückweg signalisierte, bewusst entfernt: Der kleine Knopf, da er immer am selben Ort ist, trägt dieses Versprechen allein, ohne dass es jedes Mal schriftlich erklärt werden muss.
Der obere Bildschirmbereich, neu geordnet
Diese Überarbeitung war auch eine Gelegenheit, die obere Leiste zu überarbeiten, die Icons ohne echte Logik ansammelte. Sie wird jetzt von links nach rechts wie ein Satz gelesen: neue Konversation, dann Verlauf links, dein Neuron-Zähler in der Mitte, Audioeinstellungen und App-Einstellungen rechts. Der Knopf „neue Konversation“ ist eine direkte Ergänzung: Er unterbricht das aktuelle Zuhören, schließt den vorherigen Austausch serverseitig sauber ab und beginnt einen leeren Thread. Nützlich, wenn du das Thema komplett wechseln möchtest, ohne dass XNeuronal die Teile eines Gesprächs zusammenfügt, das nicht mehr relevant ist. Der Name des Assistenten nutzt den Übergang, um endlich seine wahre visuelle Identität anzunehmen, „xn“ in Blau, gefolgt von „euronal“ in Tintenfarbe, anstelle eines einfachen, einheitlichen Wortes.
Der wahre Gewinn dieser Arbeit ist nicht visuell, sondern kognitiv: Die horizontale Wischbewegung von ihrer Last des Moduswechsels zu befreien, lässt uns eine völlig freie Bahn für zukünftige Anwendungen, ohne dass die Geste zwei Bedeutungen gleichzeitig trägt.
Den Kompromiss gehen wir auch ein: Ein Tipp auf einen kleinen Satelliten erfordert etwas mehr Präzision als eine Wischbewegung, die man überall auf dem Bildschirm mit einer breiten Daumenbewegung auslösen konnte. Wir bevorzugen diese etwas anspruchsvollere Präzision gegenüber einer zweideutigen Geste, die sich auslösen konnte, ohne dass man es wirklich wollte. Ein Dock, das man sieht, ist besser als eine Geste, die man erraten muss.
